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Artikel

  • Sonderverfahren

    Unter Sonderverfahren sind sämtliche Reinigungsverfahren aufgeführt, die sich nicht eindeutig in eine der anderen Kategorien einordnen lassen. Die Wirkprinzipien sind bei diesen Verfahren sehr unterschiedlich und werden in jedem Einzelfall näher betrachtet.

     

  • UV-Licht-Reinigung

    Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein Präzisionsreinigungsverfahren, mit dem ein sehr hoher Reinheitsgrad erreicht werden kann. Die zu reinigenden Bauteile werden in eine geschlossene Kammer gegeben, in der sich eine O3-haltige Atmosphäre oder eine wässrige H2O2 Lösung befindet. Durch Einstrahlung von UV-Licht werden freie Sauerstoffradikale von den O3- bzw. H2O2-Molekülen abgespalten, die mit organischen Verschmutzungen zu CO2 reagieren.

     

  • Blitzlampen-Reinigung

    Bei der Blitzlampen-Reinigung handelt es sich um ein relativ neues, in den USA entwickeltes Präzisionsreinigungsverfahren, das sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Daher ist noch nicht viel über Anwendungsbeispiele, Kosten und Anlagenvarianten bekannt.

     

  • Biologische Reinigung

    Viele Mikroorganismen, die in der Natur vorkommen, besitzen die Fähigkeit, komplexe organische Moleküle in die weniger komplexen, ungefährlichen Substanzen Kohlendioxid und Wasser umzuwandeln. Derartige Organismen werden gezielt angezüchtet und zur biologischen Reinigung verwendet.

     

  • Elektrochemische Reinigung

    Bei der elektrochemischen Reinigung handelt es sich um ein Feinreinigungsverfahren. Die zu entfernenden Verschmutzungsschichten dürfen nicht zu dick sein, da diese den zur Reinigung notwendigen Stromfluss behindern. Das Verfahren wird zumeist als letzter Reinigungsschritt vor einer galvanischen Beschichtung nach vorangegangener Grobreinigung mit Lösemitteln oder alkalischen Bädern eingesetzt. Die dabei einzuhaltenden Arbeitsabläufe sind in DIN 65473 genormt.

     

  • Reinigen mit überkritischen Kohlendioxid

    Bei diesem Reinigungsverfahren wird das Kohlendioxid in seiner überkritischen Phase als Lösungsmittel verwendet. Die physikalischen Eigenschaften dieser turbulenten Phase liegen zwischen denen der flüssigen und der gasförmigen Phase. Der Vorteil gegenüber der Reinigung mit flüssigem Kohlendioxid liegt darin, dass die überkritische Phase eine geringere Viskosität und Oberflächenspannung aufweist, so dass auch kleinste Spalte und feinste Poren gereinigt werden können. Die Reinigung findet bei einer Temperatur von 35 °C - 65 °C und einem Druck von 138 bar - 276 bar statt.

     

  • Vakuumentölen

    Bei der Vakuumentölung werden die zu reinigenden Bauteile in eine Vakuumkammer (1) gebracht und durch Heizstrahler (2) aufgeheizt. Die Prozesstemperatur und der Prozessdruck müssen dabei so gewählt werden, dass sämtliche zu entfernenden Verschmutzungen verdampft werden.

     

  • Reinigen mit flüssigem Kohlendioxid

    Bei diesem Reinigungsverfahren wird unter hohem Druck (ca. 150 bar) stehendes Kohlendioxid in seiner flüssigen Phase als Lösungsmittel verwendet. Komprimiertes Kohlendioxid weist ein relativ hohes Lösevermögen für organische Stoffe, wie Öle oder Fette, auf. Nach der Reinigung wird das flüssige Kohlendioxid aus der Reinigungskammer gepumpt und der Kammerdruck auf Umgebungsdruck gesenkt.