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Strahldüsen

Die Wahl der richtigen Strahldüse für eine spezielle Reinigungsaufgabe ist von großer Bedeutung. Es gibt eine Vielzahl von anwendungsspezifischen Düsenbauformen.





Bild: KIESS



Bei der Auswahl der Düse sind folgende Faktoren zu beachten:

1. Düsenöffnung Da die Strahlleistung dem verfügbaren Luftstrom proportional ist, sollte, je nach verfügbarer Luftmenge, die größtmögliche Düse verwendet werden. Die nachstehende Tabelle soll den Leistungsunterschied der verschiedenen Düsengrößen veranschaulichen:

Düsenöffnung 1/4" (6 mm) = 100 % Strahlleistung

Düsenöffnung 5/16" (8 mm) = 157 % Strahlleistung

Düsenöffnung 3/8" (9,5 mm) = 220 % Strahlleistung

Düsenöffnung 7/16" (11 mm) = 320 % Strahlleistung

Düsenöffnung 1/2" (12,5 mm) = 400 % Strahlleistung

2. Düsenlänge Bei einfach zu reinigenden Oberflächen genügen kurze Düsen, bei schwer zu reinigenden Werkstücken, das heißt, wenn Rost, Walzhaut oder alte Farbschichten entfernt werden sollen, sollten längere Düsen verwendet werden. Für Strahlarbeiten an schwer zugänglichen Stellen werden spezielle Kurzdüsen angeboten.
3. Düsenwerkstoffe Düsen werden aus den verschiedensten Werkstoffen hergestellt, wobei die nachfolgende Aufzählung der Materialien sich nur auf den Düsenbereich, der mit dem Strahlmittel in Berührung kommt, bezieht.

1. Keramische Düsen: Lebensdauer 1 - 2 Stunden
2. Gusseiserne Düsen: Lebensdauer 6 - 8 Stunden
3. Wolframkarbid-Düsen: Lebensdauer ca. 300 Stunden
4. Norbid-Düsen: Lebensdauer ca. 750 - 1000 Stunden

Die Lebensdauerangaben beziehen sich auf Sand als Strahlmittel. Bei der Verwendung von Stahlgranulat erhöht sich die Lebensdauer um den Faktor 2 bis 2,5.

Keramische oder gusseiserne Düsen sollten für umfangreiche Strahlarbeiten nicht eingesetzt werden, da durch ihre schnelle Abnutzung das Strahlbild zerstört wird und der Luft- und Strahlmittelverbrauch stark steigen. In solchen Einsatzfällen sollten Hartmetalldüsen zur Anwendung kommen. Wolframkarbid-Düsen können für alle bekannten Strahlmittel, außer für Aluminiumoxid und Silizium-Karbid, eingesetzt werden. Mit Norbid ausgekleidete Düsen können für sämtliche Strahlmittel verwendet werden. Auf längere Sicht macht sich die Anschaffung von teureren Düsen mit hoher Lebenserwartung meist bezahlt.
4. Ausbildung der Düsenbohrung 1. Normaldüse
Bild: Clemco
Die Normaldüse besitzt eine zylindrische Bohrung. Sie erzeugt bei ca. 6 bar Strahldruck eine Austrittsgeschwindigkeit von etwa 350 km/h
2. Venturidüse
Bild: Clemco
Die Venturidüse (Überschalldüse) besitzt innen eine große Eintrittsöffnung, die sich allmählich konisch auf einen sehr kurzen zylindrischen Teil in der Mitte der Düse verengt, um sich dann wieder bis zur Düsenaustrittsöffnung zu erweitern. Durch diese spezielle Bauform wird die Austrittsgeschwindigkeit auf etwa 720 km/h erhöht. Da die Strahlleistung besonders von der Kraft, mit der das Strahlmittel auf die Oberfläche schlägt, bestimmt wird, besitzt sie große Vorteile gegenüber der Normaldüse.


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