Main menu

 


 


 


Kavitation

Unter Kavitation wird die Bildung von gas- oder dampfgefüllten Hohlräumen in Flüssigkeiten unter der Einwirkung eines Unterdruckes verstanden.

Unter Kavitation wird die Bildung von gas- oder dampfgefüllten Hohlräumen in Flüssigkeiten unter der Einwirkung eines Unterdruckes verstanden. Diese Hohlräume werden Kavitationsblasen genannt. Sie bestehen in einer Druckschwingung nur für die kurze Zeit der Drucksenkung. In der Phase des wieder ansteigenden Drucks lösen sie sich wieder auf. Dabei wird allgemein zwischen den beiden Grenzfällen der Gaskavitation und der Dampfkavitation unterschieden.


Gaskavitation

Bei der Gaskavitation entstehen durch plötzliche Druckabsenkung Bläschen, die mit in der Flüssigkeit gelöstem Gas (üblicherweise Luft) gefüllt sind. Beim Wiederansteigen des Druckes wird der Innendruck dieser Bläschen größer als der Partialdruck des in der umgebenden Flüssigkeit gelösten Gases. Daher diffundiert das Gas wieder über die Bläschenwand zurück in die Flüssigkeit. Die Bläschen werden so immer kleiner und verschwinden schließlich ganz. Der Diffusionsprozess kann bei einer hochfrequenten Druckschwingung jedoch nicht schnell genug erfolgen. Die Gasbläschen lösen sich dann nicht mehr auf, sondern steigen zur Oberfläche des Bades auf.


Dampfkavitation

Die hier entstehenden Kavitationsbläschen sind mit dem Dampf der umgebenden Flüssigkeit gefüllt und enthalten kein oder nur sehr wenig Gas. Sie fallen beim Wiederansteigen des äußeren Drucks erst langsam, dann immer schneller zusammen. Dieser Vorgang wird Blasenimplosion genannt. Hierbei entstehen lokal und kurzzeitig Aufschlagdrücke von ca. 1000 bar. Dieser explosionsartig auftretende hohe Druck kann die Adhäsionskraft der anhaftenden Verschmutzungsschicht leicht überwinden und sprengt Verunreinigungen regelrecht ab.


Für die Reinigung ist lediglich die Dampfkavitation interessant, da eine Gaskavitation die Blasenimplosion dämpft und somit die Reinigungswirkung verringert. Um eine Eindiffusion von Gas in die Kavitationsbläschen zu vermeiden, muss das verwendete Reinigungsmittel vor Gebrauch entgast werden. Dies kann entweder durch Anlegen eines Unterdrucks geschehen oder die Entgasung erfolgt durch eine Beschallung des leeren Beckens mit Ultraschall. Gelöste Gase fallen dann als Bläschen aus und steigen zur Badoberfläche.

Name des Autors: admin