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Ether

Verbindungen aus der Gruppe der Ether sind durch ein Sauerstoffatom in der Kohlenstoffkette charakterisiert und werden zumeist durch das Verbinden zweier Alkoholmoleküle an ihren OH-Gruppen gebildet.

Verbindungen aus der Gruppe der Ether sind durch ein Sauerstoffatom in der Kohlenstoffkette charakterisiert und werden zumeist durch das Verbinden zweier Alkoholmoleküle an ihren OH-Gruppen gebildet. Umgangssprachlich wird Dieethylether, welcher aus der Verbindung zweier Ethanolmoleküle gebildet wird, auch als Ether bezeichnet.



Diethylether ist eine süßlich riechende Flüssigkeit, die aufgrund ihres niedrigen Siedepunktes bei Zimmertemperatur sehr rasch verdampft. Die Dämpfe wirken stark narkotisierend. Diethylether ist ein sehr gutes Lösungsmittel für unpolare Verschmutzungen. Die Wasserlöslichkeit ist mit 6,5 ml pro 100 ml Wasser hingegen gering, da das Ethermolekül im Gegensatz zu Ethanol nur wenig polar ist. Mit Luft bilden Diethyletherdämpfe hochexplosive Gemische, die sich bereits ab 180 °C entzünden. Beim Schütteln lädt sich Diethylether elektrostatisch auf, daher dürfen größere Mengen nur unter elektrischer Erdung umgefüllt werden. Bei längerem Aufenthalt an Luft und Licht oxidiert Diethylether allmählich zu hochexplosiven Peroxiden. Daher muss er gut verschlossen in braunen Flaschen aufbewahrt werden. Vor der Destillation ist unbedingt das Vorhandensein von Peroxiden zu prüfen. Die Bildung von Diethylether erfolgt durch Erhitzen von Ethanol mit Schwefelsäure im Überschuss auf etwa 130 °C. Bei dieser Reaktion entsteht als Nebenprodukt Ethen:









Ethanol             Ethanol             Diethylether



Bei Glykolether (chemische Formel (CH2)3O2) handelt es sich um ein aus Erdölprodukten synthetisiertes, wasserlösliches Lösemittel, welches in Reinigungsmitteln die schmutzlösende Wirkung besonders bei fetthaltigem Schmutz verstärkt. Die in Reinigungsmitteln zumeist eingesetzten Gemische von zweiwertigen Alkoholen und Ethern sind im allgemeinen gut biologisch abbaubar. Aufgrund ihrer guten Mischbarkeit mit Wasser werden sie z. B. in wasserlöslichen Lacken und Lasuren eingesetzt.
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