Organische Säuren werden in einer Vielzahl von Metallreinigungsprozessen verwendet. Die vorzugsweise benutzten organischen Säuren sind: Essigsäure, Zitronensäure, EDTA (Ethylendiamin-Tetra-Essigsäure) und Glykonsäure.
Organische Säuren werden in einer Vielzahl von
Metallreinigungsprozessen verwendet. Die vorzugsweise benutzten organischen Säuren
sind: Essigsäure, Zitronensäure, EDTA (Ethylendiamin-Tetra-Essigsäure) und
Glykonsäure. Je nach Anwendung können Säuren allein oder mit Additiven
eingesetzt werden. In vielen Metallreinigungsanwendungen dienen organische Säuren
als Ersatz für mineralische Säuren, wie Salz- oder Schwefelsäure. Die Vorteile der organischen Säuren umfassen
eine große Wirksamkeit bei der
Entfernung bestimmter Metalloxide, hohe Sicherheit und einfache Handhabung und Entsorgung.
Geringe Korrosivität gegenüber der Metalloberfläche ist
ein weiterer Grund sich für eine organische anstelle einer
mineralischen Säuren
zu entscheiden. Die bereits geringen Korrosionszahlen
organischer Säuren können durch die Zugabe von Korrosionsinhibitoren noch weiter
reduziert werden. Die Absonderungsfähigkeit organischer Säuren erlaubt zudem
eine Reinigung bei einem höheren pH-Wert, was die Korrosionsraten weiter absenkt. Die schwach saure Natur der meisten organischen
Säuren erlaubt zudem weniger aufwendige Sicherheitsvorkehrungen beim Umgang mit dem Reinigungsmedium. Aus
diesem Grund kann die Reinigungslösung auch in handbetriebenen Dampf- und Hochdruckreinigern
eingesetzt werden.
Beim Einsatz von Ameisen- und Essigsäure in hohen Konzentrationen sollte eine entsprechende Sicherheitsausstattung
vorhanden sein. Die meisten organischen Säuren sind nicht flüchtig, so dass während
des Reinigungsprozesses keine gefährlichen Dämpfe freigesetzt werden. Benutzte
Reinigungslösungen organischer Säuren können relativ einfach entsorgt oder
regeneriert werden.Organische
Säuren sind chlorfrei, was das Problem der Chlorkorrosion ausschließt und ihre
schwach saure Natur verringert die Gefahr der Wasserstoffversprödung.
Die gute Reinigungswirkung organischer Säuren gegenüber
Metalloxiden, trotz des relativ hohen pH-Wertes, beruht auf folgenden Mechanismen:Bei der Reaktion der Säure mit dem Grundwerkstoff entsteht
unter der Kruste Wasserstoffgas, das oftmals die verbleibenden Oxide von der zu
reinigenden Oberfläche lösen kann. Zusätzlich nimmt die Säure die gelösten
Metall-Ionen auf und führt sie von der zu reinigenden Metalloberfläche ab. Bei
Verwendung erhitzter Lösungen und angemessener Zirkulation kann die
Effektivität wesentlich gesteigert werden.
Zu den Nachteilen der Reinigung mit organischen Säuren zählen längere
Reinigungszeiten und höhere
Preise bei der Anschaffung der Chemikalien im Vergleich zu anorganischen Säuren. Beispiele für organische Säuren sind:
Ameisensäure (HCOOH)
Essigsäure (H3C-COOH)
Milchsäure (H3C-CH(OH)-COOH)