Mit Infrarot-Wärmestrahlern können große Energiemengen in kurzer Zeit
übertragen werden. Die zu
trocknenden Bauteile werden mit leistungsstarken Infrarotlampen bestrahlt und
nehmen dabei genug Wärmeenergie auf, um anhaftende Flüssigkeit verdampfen zu
lassen.
Es sind eine Vielzahl verschiedener Infrarotlampen erhältlich. Unterschieden werden kann zwischen leistungsstarken kurzwelligen
Strahlern und leistungsschwächeren mittelwelligen Strahlern. Bei ersteren
werden die Bauteile aufgrund der hohen Eindringtiefe der Strahlung von innen
her erwärmt. Die mittelwellige Strahlung hingegen besitzt nur eine geringe
Eindringtiefe, so dass nur die oberflächennahe Schicht erwärmt wird.
Das Verfahren ist für unterschiedlichste Bauteile aus nahezu beliebigen
Materialien anwendbar. Problematisch zu
trocknen sind allerdings Wassereinschlüsse in den Zwischenräumen von
Schüttgütern, da die Wärmestrahlung diese Stellen nicht erreicht und der
während der Trocknung entstehende Dampf schlecht
entweichen kann. Abhilfe kann eine ständige Umwälzbewegung des Schüttgutes schaffen.
Dies hat allerdings den Nachteil, dass Feuchtigkeit von noch nicht getrockneten
Flächen die bereits getrockneten Flächen benetzt. Dies verlängert die
Trocknungsdauer um ein Vielfaches.