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Testtinten

Testtinten

Wasser-Ethanol-Mischungen oder Lösungen verschiedener Tenside mit unterschiedlichen Oberflächenspannungen bezeichnet man als Testtinten. Nach DIN 53364 oder ASTM D 2578-84 sind verschiedene Testreihen definiert.


- blaue Reihe für Oberflächenenergien von 30 bis 58 mN/m,


- Alkan-Reihe von 16 bis 45 mN/m,


- Formamid/Wasser von 58 bis 72 mN/m (Ergänzung zur Blauen Reihe),


- Wasser/Kochsalz von 72 bis 82 mN/m.


Die Bauteiloberfläche wird strichförmig, flächig, in Tropfen oder durch ganzflächiges Eintauchen mit der Testtinte in Verbindung gebracht. Die Oberflächenspannung der Tinte gibt den Wert an, bis zu dem eine Benetzung möglich ist, so dass eine iterative Annäherung an die Oberflächenspannung der zu prüfenden Probe möglich ist. Die Art des Testtintenverlaufs gibt zusätzlich Hinweis auf den Zustand und den Reinheitsgrad der Oberfläche, wobei Öl- und Fettrückstände zu einer lokalen Herabsetzung der Oberflächenspannung führen und dadurch eine ungleichmäßige Benetzung bewirken.


















































Unterschiedliches Verlaufsverhalten von Testtinten



In den obigen Bildern ist dargestellt, wie die Oberfläche nach einer tropfenförmigen Benetzung mit Testtinte aussehen kann. Bei einer fettigen Oberfläche bilden sich einzelne Tropfen und der Benetzungswinkel ist groß (oberes Bild). Bei einer fettfreien Oberfläche, verläuft die Tinte unter Bildung eines kleinen Benetzungswinkels, bleibt jedoch als zusammenhängender Film erhalten (unteres Bild). Ist die Oberfläche nur gebietsweise mit Fetten oder Ölen verschmutzt, verläuft die Testtinte ungleichmäßig (mittleres Bild). Jedoch auch eine große Oberflächenrauheit kann dazu führen, dass die Tinte ungleichmäßig verläuft. Die Interpretation des Testtintenverlaufs beruht auf Erfahrungswerten.
Name des Autors: team