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Gleitschleifen nach dem FliehkraftverfahrenDas Gleitschleifen nach dem Fliehkraftverfahren kann in zwei Untervarianten unterteilt werden. Eine der beiden Varianten ist das Gleitschleifen in Planetentrommeln. Dabei werden mehrere sechs- oder achteckige Trommeln auf einer gemeinsamen Rotorplatte fliegend gelagert und drehen sich entgegengesetzt zur Rotorplatte.
Das Gleitschleifen nach dem Fliehkraftverfahren kann in zwei Untervarianten
unterteilt werden. Eine der beiden Varianten ist das Gleitschleifen in
Planetentrommeln. Dabei werden mehrere sechs- oder achteckige Trommeln auf einer
gemeinsamen Rotorplatte fliegend gelagert und drehen sich entgegengesetzt zur
Rotorplatte.
![]() aus: W. Burkart, Handbuch für das Schleifen und Polieren, Eugen G. Leuze Verlag, 1991 Bei richtiger Einstellung der Drehzahlen von Rotorplatte und Trommeln bildet sich, wie bei den Schwerkrafttrommeln, eine S-förmige Gleitzone aus. Dabei ist theoretisch eine Bearbeitung bei einer beliebig hohen Drehzahl und damit bei beliebig hohem Schleifdruck möglich. Die Drehzahl ist jedoch durch die Anlagenkonstruktion begrenzt, da durch den außermittig liegenden Trommelinhalt enorme Unwuchtkräfte entstehen. Bei der zweiten Verfahrensvariante werden die Werkstücke und Schleifkörper in eine Trommel mit senkrecht stehender Drehachse gegeben. Die Wandung der Trommel ist fest mit dem Gestell verbunden, lediglich der Trommelboden rotiert. ![]() aus: W. Burkart, Handbuch für das Schleifen und Polieren, Eugen G. Leuze Verlag, 1991 Auf dem rotierenden Trommelboden wird das Werkstück-Schleifkörper-Gemisch aufgrund von Fliehkräften nach außen beschleunigt und an der Wandung hoch gedrückt. Da die Wandung nicht mit rotiert, gleitet das Gemisch in der Mitte der Trommel unter der Schwerkraftwirkung wieder nach unten. Auf diese Weise entsteht eine teroidenförmige Umlaufbewegung der Werkstücke. Bei beiden Verfahrensvarianten wird für die Umwälzung des Werkstück-Schleifkörper-Gemisches Fliehkraft anstelle der Schwerkraft genutzt. Da die realisierbaren Fliehkräfte lediglich durch die Anlagenkonstruktion beschränkt sind, können durch das Fliehkraftverfahren mittlerweile bis zu 30-mal größere Schleifleistungen erzielt werden, als durch das Schwerkraftverfahren oder das Vibrationsverfahren.
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