Main menu

 


 


 


Badaufbereitung durch Destillation

Unter Destillation (destillare, lat. = herabtropfen) wird die Trennung einer Lösung durch Verdampfen und anschließendes räumlich getrenntes Kondensieren der Einzelkomponenten verstanden. Grundlage für die Trennung sind unterschiedliche Siedetemperaturen von Reinigungsmittel und gelösten Verschmutzungen. Liegen diese zu dicht beieinander (weniger als 10 °C Unterschied), kann durch Destillation keine Trennung erfolgen. Zumeist liegen die Siedepunkte der Reinigungsmittel deutlich unter denen der gelösten Öle und Fette.

Unter Destillation (destillare, lat. = herabtropfen) wird die Trennung einer Lösung durch Verdampfen und anschließendes räumlich getrenntes Kondensieren der Einzelkomponenten verstanden. Grundlage für die Trennung sind unterschiedliche Siedetemperaturen von Reinigungsmittel und gelösten Verschmutzungen. Liegen diese zu dicht beieinander (weniger als 10 °C Unterschied), kann durch Destillation keine Trennung erfolgen. Zumeist liegen die Siedepunkte der Reinigungsmittel deutlich unter denen der gelösten Öle und Fette. In diesen Fällen kann das Reinigungsmittel durch Wärmezufuhr verdampft und räumlich getrennt im sauberen Zustand rückkondensiert werden. Die höher siedenden Verunreinigungen bleiben in dem Siedsumpf zurück und können entsorgt werden. Der Energieaufwand bei der Destillation hängt in erster Linie von der Verdampfungsenthalpie des jeweiligen Reinigungsmittels ab. Damit ein Reinigungsmittel für eine Aufbereitung durch Destillation geeignet ist, sollte es die folgenden Eigenschaften aufweisen:


-niedrige Siedetemperatur

-enger Siedebereich

-großer Abstand des Siedebereiches von dem der Verschmutzungen

-geringe Verdampfungsenthalpie

-keine gelösten festen oder hochsiedenden Reinigerbestandteile


Chlorkohlenwasserstoffe und die verbreitetsten sauerstoffhaltigen Kohlenwasserstoffe erfüllen diese Anforderungen und sind daher gut für eine Aufbereitung durch Destillation geeignet. Die Eignung der Kohlenwasserstoffe und Emulsionen ist stark von ihrer Zusammensetzung abhängig. Je niedriger der Siedebereich der eingesetzten Kohlenwasserstoffe bzw. der KW-Phase in einer Emulsion, umso größer ist die Eignung zur Destillation. Pflanzenölbasierte Reiniger besitzen sehr hohe Siedepunkte und sind daher meist nicht zur Destillation geeignet. Zudem sind ungesättigte Fettsäuren bei den zur Verdampfung erforderlichen Temperaturen oftmals nicht stabil genug. Liegen nur gesättigte Fettsäuren vor, kann meist zumindest eine Vakuumdestillation eingesetzt werden. Die erforderliche Energiemenge und die damit verbundenen hohen Kosten stellen dennoch ein Hindernis dar. Darüber hinaus kann es Probleme geben, da der Reiniger und Verunreinigung, wie z. B. Mineralöle, ähnliche Siedepunkte besitzen. Wässrige Reiniger sind nicht für die Aufbereitung durch Destillation geeignet. Zum einen sind für eine Verdampfung enorme Energiemengen aufzuwenden und zum anderen enthalten wässrige Reiniger gelöste Badbestandteile, wie Tenside, Alkalisalze, Phosphate u. ä., die zusammen mit den Verunreinigungen im Siedesumpf zurückbleiben würden.


Reinigungsmittel

Eignung zur Destillation

Chlorkohlenwasserstoffe

gut geeignet

sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoffe

gut geeignet

Kohlenwasserstoffe

teilweise geeignet

Kohlenwasserstoff/ Wasser-Emulsionen

teilweise geeignet

Pflanzenölbasierte Reiniger

i. d. R. nicht geeignet

wässrige Reiniger

nicht geeignet

Eignung der Hauptreinigergruppen zur Aufbereitung durch Destillation


Im Gegensatz zu der atmosphärischen Destillation, die bei normalem Umgebungsdruck stattfindet, wird bei einer Vakuumdestillation ausgenutzt, dass bei verringertem Umgebungsdruck das Verdampfen bereits bei deutlich geringeren Temperaturen einsetzt. Eine Vakuumdestillation kann daher auch für die Aufbereitung von thermisch instabilen Reinigern, wie den pflanzenölbasierten Reinigern, eingesetzt werden.

Name des Autors: team