Ein sinnvoller Verfahrensvergleich kann jeweils nur für die einzelnen Reinigungsaufgabenkategorien erfolgen. Im folgenden sind für jede Reinigungsaufgabenkategorie die Ergebnisse der Wirkungsabschätzung des Gesamtbilanzraumes für die regionalen/globalen Wirkungskategorien im anlagenspezifischen Vergleich zusammengefasst.
Für jede Wirkungskategorie wurde der höchste Wert der C(CKW)-, K(NHKW)- oder W(wässrig)-Anlage zu 100 % gesetzt und die Ergebnisse der anderen Anlagen relativ dazu abgebildet. Die Anteile zeigen die relativen Veränderungen an, wie sie bei einem Technologiewechsel unter gegebenen Randbedingungen zu erwarten wären.
Ein sinnvoller Verfahrensvergleich kann
jeweils nur für die einzelnen Reinigungsaufgabenkategorien erfolgen. Im
folgenden sind für jede Reinigungsaufgabenkategorie die Ergebnisse der
Wirkungsabschätzung des Gesamtbilanzraumes für die regionalen/globalen
Wirkungskategorien im anlagenspezifischen Vergleich zusammengefasst.
Für jede Wirkungskategorie wurde der höchste
Wert der C(CKW)-, K(NHKW)- oder W(wässrig)-Anlage zu 100 % gesetzt und die
Ergebnisse der anderen Anlagen relativ dazu abgebildet. Die Anteile zeigen die
relativen Veränderungen an, wie sie bei einem Technologiewechsel unter
gegebenen Randbedingungen zu erwarten wären.
Wirkungskategorien
Energieäquivalent
nichterneuerbarer und erneuerbarer energetisch bewertbarer Ressourcen
Energetisch
bewertbare Ressourcen werden in
erneuerbare Ressourcen und
nichterneuerbare Ressourcen
unterschieden. Zur Bestimmung des Energieinhaltes der energetisch bewertbaren
Ressourcen geht man von dem Massenstrom aus, der dem natürlichen Vorkommen
entnommen wird und von dessen unterem Heizwert. Dies ist unabhängig von der
Frage, ob der Rohstoff stofflich ("feedstock") oder als Energieträger
verwendet wird. Als Ausnahmen gelten in diesem Zusammenhang Kernenergie und
Wasserkraft. Im Falle der Wasserkraft wird die potentielle Energie des Wassers
zur Quantifizierung des energetisch bewertbaren Ressourcenverbrauches
herangezogen, während das erforderliche Uranerz zur Nuklearstromerzeugung in
Energieäquivalenten angegeben wird. Damit werden in der Wirkungsabschätzung
auch die nicht massenstromgebundenen, energetisch bewertbaren Ressourcen-Inputs
berücksichtigt.
Die Kategorie
Radioaktive
Abfälle umfasst alle Arten radioaktiver Abfälle aus der
Brennelemente-Herstellungund aus dem Betrieb von
Kernkraftwerken, die elektrischen Strom für öffentliche Netze bereitstellen.
Die Kategorie
Siedlungsabfall
umfasst Haushaltsabfälle und hausmüllähnlichen Gewerbeabfall, allerdings kann
die Kennzahl auch chemisch inerte Verbrennungsabfälle einschließen.
In die Kategorie
Sonderabfälle
fallen Produktionsabfälle und Abfälle aus der Energiebereitstellung, die nicht
auf Siedlungsabfalldeponien abgelagert werden dürfen.
Die Wirkungskategorie
Wasserentnahme
wird durch die volumetrische Summierung der entsprechenden
Sachbilanzpositionen ermittelt.
Mineralische
Ressourcen
Primäre mineralische Ressourcen werden
in der Sachbilanz mit ihren jeweiligen Massen angegeben. Diese Massen werden zur
Position "Entnahme mineralischer Ressourcen" aufsummiert.
Eutrophierungspotential
Eutrophierung ist die Übersättigung von Ökosystemen
mit essentiellen nicht kohlenstoffhaltigen Nährstoffen. Dies führt potentiell
zu schweren Störungen des biologischen Gleichgewichtes in lokalen Mikrosystemen
und insbesondere zur Unterversorgung mit den jeweils nicht im Übermaß verfügbaren
Nährstoffen. Zur Bestimmung des Eutrophierungspotentials werden alle Stickstoff
(N)-haltigen und Phosphor (P)-haltigen Emissionen betrachtet, die in
einem vegetationsrelevanten Zeitraum bioverfügbaren Stickstoff und Phosphor
freisetzen. Dabei wird Phosphat als Referenz-Substanz angesetzt.
Versauerungspotential
Durch die Tätigkeit des Menschen kommen zu den natürlichen
Säurequellen im Boden und Wasser die sauren Luftverunreinigungen hinzu.
Entscheidend für das Versauerungspotential ist die Freisetzung von Protonen.
Deshalb werden alle Luft- und wassergetragenen Emissionen des untersuchten
Systems hinsichtlich ihres Potentials Protonen freizusetzen beurteilt. Das
Potential eines Stoffes H+ - Ionen zu bilden wird durch den AP-Wert (Acidification
Potential) beschrieben.AP-Wert: die Menge der Säureäquivalente
pro Masseneinheit (Molekulargewicht MG: g/mol) verglichen mit der Zahl der Säureäquivalente
einer Vergleichssubstanz.
Beitrag
zum anthropogenen Treibhauseffekt (GWP)
Nachdem
davon ausgegangen werden kann, dass die für Klimaveränderungen relevanten
Zeiträume einige Jahrzehnte betragen, wird CO
2, das aus der
Verbrennung von nachwachsenden Materialien stammt, nicht als Beitrag zum
anthropogenen Treibhauseffekt gezählt. Kohlenwasserstoff-Emissionen, deren
Verweilzeit in der Atmosphäre aufgrund von Auswaschungen mit Regen nicht
ausreicht, um CO
2 zu bilden, werden ebenso wenig berücksichtigt.
Methan-Emissionen sind zu differenzieren in Anteile, die aus nachwachsenden
Materialien stammen und solchen, die ihren Ursprung in fossilen Quellen haben. Für
Methan-Emissionen aus nachwachsenden Kohlenstoffquellen trägt das CO
2,
das als Zerlegungsprodukt des Methans freigesetzt wird, nicht mehr zum GWP bei.
Daraus resultiert für Methan aus nachwachsenden Quellen ein CO
2-Äquivalent
von 18 kg/kg gegenüber einem CO
2-Äquivalent von 21 kg/kg für
Methan aus fossiler Quelle. Unsicherheit besteht nach wie vor über den Anstieg
des troposphärischen Ozons, das einen beträchtlichen Einfluss auf das GWP hätte.
Ungefähr 80 % des emittierten Methans bildet in der Troposphäre CO
2
und Ozon (1 Mol Methan bildet dabei 3 Mol Ozon), wobei der Rest zu permanenten
Spurengaseffekten in der Atmosphäre führt. Es ist zu befürchten, dass die
Konzentration atmosphärischen Ozons steigt, wenn die Bildungsrate die Abbaurate
übersteigt. Allerdings ist bekannt, dass die troposphärische Ozonbildung stark
von der Stickoxid-Konzentration abhängt (katalytischer Effekt). Der
Beitrag zum anthropogenen Treibhauseffekt wurde quantifiziert auf der Basis der
Fraunhofer-Methode, welche die Festlegung umsetzt, nur zweifelsfreie Effekte im
Zusammenhang mit den zu berücksichtigenden GWP-Beiträgen in die Wirkungsabschätzung
mit aufzunehmen.