Unter Schleuderstrahlen wird die Reinigung von Oberflächen durch Einwirkung verschiedenster Strahlmittel, welche von ortsfesten, rotierenden Schaufelrädern auf das Reinigungsobjekt geschleudert werden, verstanden. Schleuderstrahlen wird in geschlossenen Anlagen durchgeführt, in denen das Strahlmittel auf rotierenden Rädern oder Flügeln so geführt wird, dass es gleichmäßig und mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigenden Oberflächen trifft. Durch den Impuls des Aufpralls werden Verunreinigungen, Ablagerungen, Korrosion, Zunder und Anstriche beseitigt.
Bild: ASM Intern.
Bild: Schlick
Das Verfahren ist für den kontinuierlichen Betrieb bei Werkstücken mit zugänglichen Oberflächen geeignet. Es kann auch auf Werkstücke mit unterschiedlichen Rostgraden angewendet werden. Durch Schleuderstrahlen kann der
Oberflächenvorbereitungsgrad Sa 3 auf Stahl, der alle
Rostgrade nach ISO 8501-1 bzw. ISO 8501-2 aufweisen kann, erreicht werden, wobei der Vorbereitungsgrad in Abhängigkeit von dem nachfolgend aufzubringenden Oberflächenschutz gewählt werden sollte, je nachdem, ob der Auftrag von Rostschutzfarben, von Lackfarben, Haftgrundierungen, Verzinkungen oder Kunststoffbeschichtungen geplant ist. Dabei spielt die
Wahl des Strahlmittels eine entscheidende Rolle. Die durch die Strahlreinigung entstehenden Stäube, bestehend aus gesplitterten, zerkleinerten Partikeln des Strahlmediums und von der Oberfläche gelösten Partikeln, müssen gefiltert werden, da gesundheitsschädliche Komponenten enthalten sein können.
Physikalischer Hintergrund
Bild: Auer
Beim Schleuderstrahlen wird das Strahlmittel durch rotierende Räder oder Flügel mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigenden Oberflächen geschleudert. Durch die Aufprallenergie werden Verunreinigungen, Ablagerungen, Korrosion, Zunder und Farbe beseitigt. Das Schleuderstrahlen ist für den kontinuierlichen Betrieb bei Werkstücken mit zugänglichen Oberflächen wie Platten, Flachträgern, Guss- oder Walzstahlerzeugnissen geeignet und wird meist in geschlossenen Anlagen durchgeführt.
Durch Schleuderstrahlen kann der Oberflächenvorbereitungsgrad Sa 3 auf Stahl, der alle Rostgrade nach ISO 8501-1 oder ISO 8501-2 aufweisen kann, erreicht werden, wobei der Vorbereitungsgrad in Abhängigkeit von dem nachfolgend aufzubringenden Oberflächenschutz gewählt werden sollte, je nachdem, ob der Auftrag von Rostschutzfarben, von Lackfarben, Haftgrundierungen, eine Verzinkung oder eine Kunststoffbeschichtung geplant ist. Dabei spielt die Wahl des Strahlmittels eine entscheidende Rolle.
Die Prozessparameter von Schleuderstrahlanlagen müssen für jeden Anwendungsfall sorgfältig eingestellt werden. Dadurch ist das Verfahren allgemein auf sich wiederholende Arbeiten wie Durchlauf großer Stückzahlen oder kontinuierliche Fertigung begrenzt. In diesen Anwendungsfällen ist Schleuderstrahlen zumeist wirtschaftlicher als Druckluftstrahlen.
Im Allgemeinen können Chemikalien, mit denen eine Stahloberfläche verunreinigt ist, durch Schleuderstrahlen nicht vollständig entfernt werden. In solchen Fällen ist ein zusätzlicher Reinigungsschritt nachzuschalten.
Die durch die Strahlreinigung entstehenden Stäube, bestehend aus gesplitterten, zerkleinerten Partikeln des Strahlmediums und von der Oberfläche gelösten Partikel, müssen gefiltert werden, da gesundheitsschädliche Komponenten enthalten sein können.
Nach dem Schleuderstrahlen können lose anhaftender Staub und Schmutz und lose anhaftendes Strahlmittel von der Oberfläche durch Abfegen, Absaugen oder mit öl- und feuchtefreier Druckluft entfernt werden. Die gestrahlten Bauteile sind nach der Reinigung trocken.
Haupteinsatzgebiete
Das Schleuderstrahlen ist für die Reinigung von Werkstücken mit zugänglichen Oberflächen wie Platten, Flachträgern, Guss- oder Walzstahlerzeugnissen geeignet. Es kann auch auf Werkstücke angewendet werden, die an verschiedenen Stellen unterschiedliche Rostgrade aufweisen. Besonders wirtschaftlich ist ein kontinuierlicher Betrieb, bei dem die zu reinigenden Bauteile im Durchlaufverfahren unter den Schleuderrädern durchgeführt werden.
Typische Anwendungen für Schleuderradanlagen sind Entsanden, Entzundern, Entrosten, Entgraten, Entfernen von Farbe, Entfernen von Keramik, Vorbereiten zum Beschichten oder Verbinden, kosmetisches Finish oder Peening.
Die meisten Schleuderstrahlanlagen sind stationär. Das Strahlmittel zirkuliert in einem geschlossenem System. Die Werkstücke werden entweder durch die Anlage geführt oder rotieren in der Anlage. Es gibt allerdings auch bewegliche Anlagen, mit denen große Flächen wie Schiffswände und Öltanks gereinigt werden können.
Das Schleuderstrahlen eignet sich, ebenso wie das Druckluftstrahlen, nicht für empfindliche Oberflächen, da diese durch die übertragene kinetische Energie des Strahlmediums angegriffen werden können. Der Oberflächenangriff kann jedoch durch Wahl eines weichen Strahlmittels (z. B. Getreideschrot) sehr gering gehalten werden.
Umwelt- und Arbeitsschutz
Anlagenschema Schleuderstrahlanlage (Schlick)
Das Schleuderstrahlverfahren neigt zur Staubentwicklung. Die entstehenden Stäube bestehen aus gesplitterten, zerkleinerten Partikeln des Strahlmediums sowie aus von der Oberfläche gelösten Partikeln, wie Rost, Lacken, oder anderen Beschichtungen. Da diese Stäube gesundheitsschädliche Komponenten enthalten können, müssen Absaugvorrichtungen mit entsprechenden Filteranlagen vorgesehen werden. So kann eine Beeinträchtigung der Luft vermieden oder zumindest stark gesenkt werden.
Ein weiterer Aspekt des Arbeitsschutzes ist der Lärmpegel. Integriere Schallschutzkabinen können den Lärmpegel auf ca. 80-90 dB absenken, wodurch die geforderten Arbeitsschutzrichtlinien eingehalten werden.
Beispiel einer Strahlmittelaufbereitung für große Strahlanlagen:
Bild: Schlick
Strahlmittelaufbereitung:
Das Strahlmittel wird in einem geschlossenen Kreislauf geführt. Von einem Silo aus gelangt es während des Betriebes im freien Fall zu den Turbinen. Die Turbinen schleudern das Strahlmittel auf das Werkstück. Das dabei entstehende Strahlmittel-/Staubgemisch wird zusammen mit dem übrigen Strahlmittel in einem Trichter gesammelt. Eine Förderschnecke sorgt nun für den Transport zum Becherwerk. Das Becherwerk führt das Strahlmittel-/Staubgemisch hinauf in die Aufbereitung. Mit Hilfe einer Kaskaden-Windsichtung mit Vorabscheider wird das Strahlmittel hier von Staub und Verunreinigungen getrennt. Das gereinigte Strahlmittel gelangt dann wieder in den Silo.
Zentrale Staubentsorgung:
Der Staub aus der Windrichtung wird zusammen mit dem Staub aus dem Abluftfiltern zur zentralen Staubentsorgung geleitet.
Abluftreinigung:
Für den nötigen Luftstrom in der Windsichtung sorgt ein leistungsstarker Ventilator. Gleichzeitig erzeugt dieser auch einen Unterdruck im Inneren der Strahlanlage. Die Abluft wird in der integrierten Patronenfilteranlage umweltgerecht gereinigt. Grobe Partikel gelangen dank der Vorabscheidung nicht in den Filter. Mit einem nachgestellten Sekundärfilter ist sogar die Aufstellung der Anlage in Hallen ohne Abluftkamin zulässig.
Nähere Informationen zum Arbeitsschutz bei Strahlarbeiten:
Unfallverhütungsvorschrift VBG 48 - Strahlarbeiten
i
m www bereitgestellt von:
BC GmbH Verlags-, Medien-, Forschungs- und Beratungsgesellschaft
Kaiser-Friedrich-Ring 53, 65185 Wiesbaden
Diese Unfallverhütungsvorschrift trat am 1. April 1994 in Kraft. Gleichzeitig trat die Unfallverhütungsvorschrift "Strahlmittel" (VBG 48) vom 1. Oktober 1986 außer Kraft.
Anlagen
Schleuderstrahlen
Bilder:
Schlick
Prinzip: Schleuderstrahlen wird in geschlossenen
Anlagen durchgeführt. Das Strahlmittel wird auf rotierenden Rädern oder
Flügeln geführt und durch Fliehkraft beschleunigt, so dass es gleichmäßig und mit hoher Geschwindigkeit auf
die zu reinigenden Oberflächen trifft.
Anwendungsbereich: Das Verfahren ist für den
kontinuierlichen Betrieb bei Werkstücken mit zugänglichen Oberflächen wie
Platten, Flachträgern, Guss- oder Walzstahlerzeugnissen geeignet. Es kann auch
auf Werkstücke mit unterschiedlichen Rostgraden
angewendet werden.
Anlagen: Die meisten Schleuderstrahlanlagen sind stationär. Das
Strahlmittel zirkuliert in einem geschlossenem System. Die Werkstücke
werden entweder durch die Anlage geführt oder rotieren in der Anlage. Es
gibt auch bewegliche Anlagen, mit denen große Flächen wie Schiffswände
und Öltanks gereinigt werden können. Schleuderstrahlanlagen müssen
für jede Anwendung sorgfältig eingestellt werden. Dadurch ist das Verfahren
allgemein auf sich wiederholende Arbeiten, wie Durchlauf großer Stückzahlen
oder kontinuierliche Fertigung, begrenzt. In diesen Einsatzfällen ist es jedoch
zumeist wirtschaftlicher als das Druckluftstrahlen.
Wirksamkeit: Mit dem Verfahren kann der Oberflächenreinheitsgrad
Sa3 auf Stahl erreicht werden, der alle Rostgrade
nach ISO 8501-1 oder 8501-2 aufweisen kann. Im allgemeinen können Chemikalien, mit denen eine Stahloberfläche
verunreinigt ist, durch Schleuderstrahlen nicht vollständig entfernt werden.
Falls solche Verunreinigungen vollständig entfernt werden müssen, ist eine
zusätzliche Behandlung erforderlich.
Sonderbauform
des Schleuderstrahlens: Roto-Jet-Prinzip
der Firma Schlick
Bei konventionellen Schleuderstrahlanlagen trifft nur
ein bestimmter Anteil des Strahlmittels auf die zu bearbeitende Fläche. Dies
ist darin begründet, dass bei diesen Anlagen ein Impeller in einer Zuteilhülse
synchron mit den umlaufenden Schaufeln läuft. Durch die Strahlmittelzuteilung
im Impellerzentrum füllt sich der Spalt zwischen Impeller und Zuteilhülse mit
Strahlmittel, das dabei teilweise zermahlen wird. Als Folge dieses Zusetzens
rotieren die Strahlkörper mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit als die
Schaufeln. Diese Geschwindigkeitsdifferenz führt zu einem unerwünscht harten
Aufprall des Strahlmittels auf die Schaufeln. Dieser negative Aspekt kann durch ein Hilfsschaufelrad
innerhalb der Zuteilhülse, für eine bessere Strahlmittelzuführung,
ausgeglichen werden. Dadurch werden die Strahlpartikel in der Hülse auf eine
spiralförmige Umlaufbahn gebracht. Der Vorteil: Die Rotationsgeschwindigkeit
des tangential austretenden Strahlmittels entspricht der des umlaufenden
Hauptschaufelrades. Der unsanfte Aufprall des Strahlmittels auf die
Hauptschaufeln mit all seinen negativen Auswirkungen wie
Wirkungsgradverschlechterung und erhöhten Strahlmittelverbrauch wird
kompensiert. Dieses Funktionsprinzip ist im folgenden näher beschrieben:
Bild:
Schlick
Das Schleuderrad
E
mit seinen acht Schaufeln ist als Doppelscheibenrad ausgebildet und
befindet sich in einem mit hochverschleißfestem Material
L
ausgekleideten Gehäuse
K.
Das gereinigte Strahlmittel
A gelangt
durch den Muschelschieber
B in exakt dosierter Menge und im freien
Fall zum Turbineneinlauf
C.
Das Verteilerrad
D, das direkt mit dem
Schleuderrad
E verbunden ist, beschleunigt das Strahlmittel auf die
ungefähre Geschwindigkeit des Schleuderrades
E. Erst dann trifft
es, gesteuert durch die Leithülse
F, stoßfrei auf die Schaufeln
G.
Die Leithülse
F bestimmt mit ihrer
Austrittsöffnung
H genau den Punkt, an dem das Strahlmittel auf
die Schaufeln
G gelangt. Damit wird die Abwurfrichtung des
Strahlmittels festgelegt.
Die Drehzahl des Schleuderrades
E bestimmt
die Abwurfgeschwindigkeit des Strahlmittels. Die Strahlintensität ist
neben der Strahlmitteldosierung also abhängig von der Drehzahl des
Schleuderrades
E und der Stellung der Leithülse
F.
Anlagenbauformen
Großraum-Strahlanlagen
Bild:
Rösler
Großraum-Strahlanlagen dienen zur automatischen allseitigen
Strahlbehandlung von z. B. Schienenfahrzeugen, Containern oder Großgussteilen
im Chargen- oder Durchlaufbetrieb. Die Strahlkammer bestehen meist aus Manganstahlblech.
Als Zubehör und Varianten sind Strahlmittelrückförderung und Aufbereitung in normaler oder
Gießereiausführung, Turbostrahler in verschiedenen Baugrößen optional auf Schwenktürmen,
verschiedene Fördersystemvarianten in Ausführung und Belastung für
jeden Einsatzfall, Entstaubungsanlage mit Verrohrung und Schaltanlagen mit
freiprogrammierbaren Steuerungen erhältlich.
Hängebahn-Strahlanlagen
Bild: Rösler
Einlauf-, Umlauf- und Durchlauf-
Hängebahn- Strahlanlagen dienen zur
automatischen allseitigen Strahlbehandlung von Werkstücken im Chargen-
oder Durchlaufbetrieb. Als Zubehör erhältlich sind: Strahlmittelrückförderung
und Aufbereitung in normaler oder Gießereiausführung, Turbostrahler in
verschiedenen Baugrößen, Hängebahnsystemvarianten in Verlauf und
Belastung für jeden Einsatzfall, Entstaubungsanlage mit Verrohrung und
Schaltanlage mit freiprogrammierbarer Steuerung.
Muldenband-Strahlanlagen
Bild: Rösler
Muldenband-Strahlanlagen dienen zur automatischen allseitigen
Strahlbehandlung von kleinen trommelfähigen Werkstücken im
Chargenbetrieb. Als Zubehör erhältlich sind: Strahlmittelrückförderung und Aufbereitung in normaler
oder Gießereiausführung, Turbostrahler in verschiedenen Baugrößen,
Beschickungs- und Austragssysteme, Entstaubungsanlage mit Verrohrung und
Schaltanlage mit freiprogrammierbarer Steuerung.
Rollbahn-Strahlanlagen
Bild: Rösler
Rollbahn-Strahlanlagen dienen zur automatischen allseitigen
Strahlbehandlung von Blechen und Profilen im Durchlaufbetrieb. Als Zubehör
erhältlich sind: Strahlmittelrückförderung und
Aufbereitung, Turbostrahler in verschiedenen Baugrößen, optionale
Strahlmittelabreinigung, Rollgangs- und Fördersysteme in verschiedenen
Ausführungen, Entstaubungsanlage mit Verrohrung und Schaltanlage mit
freiprogrammierbarer Steuerung.
Rohr-Strahlanlagen
Bild: Rösler
Rohr-Strahlanlagen dienen zur automatischen Außenstrahlbehandlung
von Rohren im Durchlaufbetrieb. Als Zubehör erhältlich sind: Strahlmittelrückförderung und Aufbereitung, Turbostrahler in
verschiedenen Baugrößen, Rollgangs- und Fördersysteme in verschiedenen
Ausführungen, Entstaubungsanlage mit Verrohrung und Schaltanlage mit
freiprogrammierbarer Steuerung.
Drahtgurt-Strahlanlagen
Bild: Rump
Drahtgurt-Strahlanlagen dienen zur automatischen allseitigen
Strahlbehandlung von nicht-rollgangsfähigen empfindlichen Werkstücken im
Durchlaufbetrieb. Als Zubehör erhältlich sind: Strahlmittelrückförderung
und Aufbereitung in normaler oder Gießereiausführung, Turbostrahler in
verschiedenen Baugrößen, Zu- und Abführfördersysteme in verschiedenen
Ausführungen, Entstaubungsanlage mit Verrohrung und Schaltanlage mit
freiprogrammierbarer Steuerung.
Gummiband-Strahlanlagen
Bild: Rösler
Gummiband-Strahlanlagen dienen zur automatischen Strahlbehandlung
der Oberseite von z. B. Betonsteinen oder Bremsbacken im Durchlaufbetrieb.
Als Zubehör erhältlich sind: Strahlmittelrückförderung und
Aufbereitung, Turbostrahler in verschiedenen Baugrößen, optionale
Abblaseinrichtung, Zu- und Abführfördersysteme in verschiedenen Ausführungen,
Entstaubungsanlage mit Verrohrung und Schaltanlage mit
freiprogrammierbarer Steuerung.
Sonder-Strahlanlagen
Bild: Rösler
Sonder-Strahlanlagen dienen zur automatischen allseitigen Strahl-,
Shotpeening-, Sweep- oder Bandentzunderungsbehandlung von Werkstücken.
Als Zubehör erhältlich sind: Strahlkammer aus Manganstahlblech mit
Strahlmittelrückförderung und Aufbereitung, Turbostrahler in
verschiedenen Baugrößen, verschiedene Fördersystemvarianten in Ausführung
und Belastung für jeden Einsatzfall, Entstaubungsanlage mit Verrohrung
und Schaltanlage mit freiprogrammierbarer Steuerung.
Kosten
Leider existiert keine
Pauschalformel mit der die Investitions- und Arbeitskosten beim Strahlen
berechnet werden könnten, da die Faktoren für die Kostenermittlung bei
jedem Einsatz verschieden sind. Jede Vorkalkulation einer Strahlarbeit ist
zunächst von der genauen Erkenntnis abhängig, welcher Geräte- und
Materialaufwand unter den gegebenen spezifischen Verhältnissen
erforderlich ist.
Bei der Kostenabschätzung sind unter
anderem folgende Fragen zu klären:
1. Welcher Art ist die zu reinigende Oberfläche?
2. Welche Forderung wird an den
Reinheitsgrad gestellt?
3. Welches Strahlmittel ist am zweckmäßigsten
zu verwenden?
4. Welche Förderleistung
ist erforderlich?
5. Wie ist die Arbeitsweise des Strahlgerätes?
6. Wie sind die Prozessparameter zu wählen?
Viele
Strahlunternehmer führen zur Minderung des Kalkulationsrisikos
Probestrahlungen an dem Ausschreibungsobjekt aus, um genau festzustellen,
was auf der Oberfläche liegt, wie die Haftung und der Untergrund
beschaffen ist und welche Anlagen, Strahlmittel usw. am zweckmäßigsten
einzusetzen sind.
Referenzen
Weiner, R.
"Metall-Entfettung und -Reinigung"
Eugen G. Leuze Verlag, 1969
"Guide to Mechanical Cleaning Systems"
ASM Handbook, Volume 5, Surface Engeneering, ASM International, 1996
"Schleuderstrahlen statt Säurebad"
MO Metalloberflächen 48 (1994) Carl Hanser Verlag, München 1994
Online-Magazin "JOT Journal für Oberflächentechnik"
www.jot-oberflaeche.de